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EAI

EAI (Enterprise Application Integration)

In einem Unternehmen sammelt sich im Laufe der Zeit eine ganze Menge Software an. ERP-System, Auftragsbearbeitung, Lagerverwaltung, Lohnbuchhaltung und noch vieles mehr. Meist werden die Programme nach und nach eingeführt und stammen aus unterschiedlichen Software-Häusern. Hinzu kommt, dass jedes Produkt mit eigenen Dateiformaten, Datenbanken etc. arbeitet.

Um reibungslose Unternehmensprozesse zu gewährleisten, ist es sinnvoll, die verschiedenen Programme miteinander zu verbinden, oder in Verbindung zu setzen – insbesondere, wenn sie mit denselben Daten arbeiten. Beispielsweise, wenn ein Programm Aufträge erfasst, und im gleichen Zug bei der Lagerverwaltung anfragen kann, ob ein bestimmter Artikel vorrätig ist. Dann wäre es möglich dem Kunden gegenüber eine verlässliche Aussage zur Lieferzeit zu geben. All das geschieht vollautomatisch ohne dass hier Telefonate getätigt werden müssen.

An diesem Punkt kommt EAI (Enterprise Application Integration) ins Spiel. Denn üblicherweise kommunizieren noch andere System außer Lagerverwaltung und Auftragserfassung miteinander. Um eine vollständige und 100%ige Kommunikation zu erreichen, dient das EAI-System als eine Art zentraler Dolmetscher, der sämtliche Kommunikation übernimmt.

Beispiel:
Ein Sachbearbeiter legt einen neuen Auftrag im System an. Dieses ist in der Lage, umgehend eine Auftragsbestätigung zu produzieren, die dem Kunden gesendet werden kann. Alles voll automatisiert.

In dieser Auftragsbestätigung soll nun auch der annähernde Liefertermin genannt werden. Als erstes ist es wichtig zu wissen, ob alle bestellten Artikel vorrätig sind, oder ob sie nachbestellt werden müssen. Falls eine Nachbestellung nötig ist, sollte das System den Liefertermin kennen.

Anschließend bekommt das Auftragserfassungssystem eine Liste von Positionen. Unter anderem ist dort der bestellte Artikel eingetragen. Im nächsten Schritt checkt das EAI-System, ob die gewünschte Menge auf Lager ist.[/su_spoiler]

Komplexes Beispiel:

Angenommen Artikel 4711 ist aus und muss bei einem Lieferanten nachbestellt werden. Dummerweise führt der ihn aber unter seiner eigenen Artikelnummer, die wiederum Ihr AES nicht kennt. Nun muss Ihr LVS die Artikelnummer des Lieferanten für diesen Artikel in Erfahrung bringen. Und natürlich, wer ihn denn überhaupt liefern soll.

Hier braucht es wieder eine Datenbank – die, in der die Umsetzung steht. Es ist eine andere Datenbank, aber dasselbe Prinzip. Retour kommt eine Artikelnummer „A08/15“ und der Lieferant „Hardwarequelle“, weil es sich bei dem Artikel um Hardware handelt. Genau so gut könnten diese Informationen auch aus einem SAP kommen. Dann liefe die Anfrage über einen RFC-Aufruf.

Eigentlich geht es hier um EAI – also die Integration interner Systeme. Nun jedoch steht die Anfrage bei der Firma Hardwarequelle an, die die Grenzen des eigenen Unternehmens verlässt und in den Bereich EDI gehört. Sie sehen schon: EAI und EDI lassen sich nicht so richtig trennen!
Nehmen wir der Einfachheit halber also an, dass wir zusätzlich zu unserer EAI-Software auch noch eine EDI-Software haben. Die soll für uns bei der Hardwarequelle anfragen, wann Artikel 4711 alias A08/15 geliefert werden kann. Unsere EDI-Software ist dafür mit einer SOAP-Schnittstelle ausgerüstet, ansprechbar als WebService. Und so schaut unsere kleine Anfrage aus:

 <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
 <soapenv:Envelope
 xmlns:soapenv="http://www.w3.org/2003/05/soap-envelope"
 xmlns:xsd="http://www.w3.org/2001/XMLSchema"
 xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
 <soapenv:Header />
 <soapenv:Body>
 <AnfrageLieferzeit>
 <Lieferant>Hardwarequelle</Lieferant>
 <ArtNr>A08/15</ArtNr>
 </AnfrageLieferzeit>
 </soapenv:Body>
 </soapenv:Envelope>

Die EDI-Software leitet die Anfrage, womöglich als WebService-Aufruf, an das System der Hardwarequelle weiter und liefert uns das Ergebnis zurück. Dadzu muss sie erst einmal nachschauen, was das für ein Unternehmen ist, wie man es erreichen kann usw. Diese Informationen holt sie womöglich aus einer Datenbank, die … wir doch genau so gut selbst hätten abrufen können!

Wenn Sie sich jetzt denken „Wieso brauche ich zwei Systeme, wenn die Arbeit doch von einem erledigt werden kann?“, dann liegen Sie richtig. Das EDI-System soll auch Datenbanken abfragen können wie das EAI-System? Das EAI-System kann WebServices abfragen wie ein EDI-System? Dann sind doch zwei unterschiedliche Systeme völliger Unsinn.

Eben drum sollte eigentlich alles in einem System zusammengefasst sein. Aber hier geht es ja zunächst darum, die Begrifflichkeiten zu erklären, und die machen eben einen Unterschied zwischen der Integration von Systemen innerhalb einer Firma und der Kommunikation zwischen Systemen verschiedener Firmen. Dass beides technisch so eng verwandt ist und eine Trennung in verschiedene Systeme oft Unfug, steht auf einem anderen Blatt.

Um das Beispiel noch zu Ende zu führen: Nach der Bestandsanfrage in unserem eigenen LVS und/oder beim Lieferanten kann der Auftrag weiter bearbeitet und eine Auftragsbestätigung mit voraussichtlichem Liefertermin an den Besteller geschickt werden. Da sind wir allerdings schon wieder bei EDI. 🙂

Datenformate & Nachrichtenstandard:
Die EAI-Software Lobster_data erlaubt die Verarbeitung aller gängigen Datenformate wie EDIFACT, XML, ANSI X.12, SAP IDoc, CSV, FixRecord, VDA, binäres Excel, BMECat etc. Eine Übersicht und Erklärung der Datenformate finden Sie hier.

Über 4.000 Vorlagen für Schnittstellen zu ERP-Systemen sowie alle wichtigen Industriestandards (EDIFACT, SAP IDoc, VDA, Fortras, ANSI X.12, etc.) sind kostenfrei in Lobster_data enthalten. [/su_spoiler]

Datenkommunikationswege:
Als EAI-Software unterstützt Lobster_data alle gängigen Protokolle zum elektronischen Datenaustausch. Darunter FTP(S), OFTP, OFTP2, SMTP, HTTP(S), SMS, SAP-ALE, IBM-Data-Queue, Datenbanken, AS2, X.400, WebDAV, SCP, SSH sowie WebServices. Eine Übersicht und Erklärung der Datenkommunikationswege, Datenquellen und Datensenken finden Sie hier.

Über 4.000 Vorlagen für Schnittstellen zu ERP-Systemen sowie alle wichtigen Industriestandards (EDIFACT, SAP IDoc, VDA, Fortras, ANSI X.12, etc.) sind kostenfrei in Lobster_data enthalten.

Fazit:

Man kann sagen, EAI ist die Verknüpfung mehrerer interner IT-Systeme miteinander, und zwar nicht in vielen 1:1-Beziehungen, sondern eher stern- oder busförmig. Man spricht in diesem Zusammenhang gerne von „hub and spoke“, zu Deutsch „Nabe und Speiche(n)“, wobei das EAI-System die Nabe darstellt, die über die vielen Speichen mit den verschiedenen Systemen in ihrer IT-Landschaft kommuniziert.

Sehen Sie dazu auch Lobster_data – die Datenmangement-Software für effizientes EDI und EAI – oder lassen Sie sich telefonisch beraten unter +49.8157.590 99-0.

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